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Fachbegriffe

In dieser Rubrik haben wir für Sie einige wichtige Fachbegriffe, die auch auf unserer Seite vorkommen und im Text teilweise nicht erklärt wurden, rund um den 3D-Druck zusammengefasst und kurz erläutert. Damit sind Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung für einen richtigen 3D-Drucker noch mehr gewappnet.
Die Fachbegriffe sind alphabetisch aufsteigend sortiert. 

Bridging

Bridging bedeutet, dass der 3D-Drucker im dreidimensionalen Bereich Brücken durch die Luft druckt. Beispielsweise beim Buchstaben "H": Dort wird der Querstrich in der Mitte als Bridging bezeichnet. In vielen Fällen ist beim Bridging aber auch Unterstützungsmaterial nötig, um den Druck vorm Absacken oder Durchhängen zu bewahren. Das Unterstützungsmaterial kann anschließen wieder rückstandslos entfernt werden. 

Cartridge

Bei einem 3D-Drucker, in dem in einem geschlossenen Gehäuse gedruckt wird, heißt dieses Gehäuse Cartridge. Das hat einerseits den Vorteil, das der Kunststoff nicht einstauben kann und andererseits sollen so perfekte Ausdrucke garantiert werden. Bisherige Tests kamen aber zu dem Schluss, dass die Qualität von Drucken aus Cartridges weder besser noch schlechter ist als der Druck ohne geschlossenes Gehäuse.

Curling

Wenn nach einem 3D-Druck die einzelnen Schichten nicht fest genug auf dem Druckbett haften, kann sich das Filament beim Abkühlen des Druckes an den Ecken nach oben kräuseln. Das hat meist zur Folge, dass der Druck nicht mehr zu retten ist. Siehe auch "Wraping".

Extruder / Dual-Extruder

Als Extruder bezeichnet man den Druckkopf des 3D-Druckers. Der größte Unterschied zum Druckkopf eines Tintenstrahldruckers ist die eingebaute Heizung, welches das Filament erhitzt. Die dadurch entstehende flüssige Kunststoffmasse lässt so den Druck Schicht für Schicht entstehen.
3D-Drucker mit einem Dual-Extruder besitzen insgesamt zwei Druckköpfe. Damit ist es möglich, beim Druck ein anderes Stützmaterial zu verwenden (wasserlöslich) als das eigentliche Material des Objektes - zum Beispiel für einen 3D-Druck mit Bridging, um die Brücke bei einem 3 dimensionalen "H" vor einem durchhängen zu bewahren. Mit einem Dual-Extruder ist natürlich auch ein zweifarbiger Druck möglich.

FDM (Fused Deposition Modeling)

FDM steht für Fused Deposition Modeling und ist ein Druckverfahren beim 3D-Druck, das hauptsächlich bei 3D-Druckern für die Heimanwendung verwendet wird. Übersetzt auf Deutsch heißt FDM soviel wie Schmelzschichtverfahren. Das Druckmaterial wird am Extruder durch eine beheizte Düse geleitet und dabei geschmolzen. Das nun flüssige Material wird in einzelnen Schichten auf die aufgetragen, wo es durch die Luft von selbst trocknet. 

Filament

Als Filament wird der beim 3D-Druck verwendete Kunststofffaden bezeichnet, aus dem letztendlich das fertige Objekt enthsteht. Das Filament ist auf Rollen erhältlich und besteht aus thermoplastischen Kunststoff, welcher am Extruder in eine flüssige Form gebracht wird.

Infill

Möchte man eine hohe Stabilität seines 3D-Objektes erreichen, benötigt man zusätzliche Material, welches während des Druckes das zu druckende Objekt schützt. Dieses Material bezeichnet man als Infill.

Raft

Das Fundament eines 3D-Druckes bezeichnet man als Raft, welches meist aus wenigen Filament Bahnen besteht. Der Raft soll das Objekt daran hindern auf der Bodenplatte festzukleben. Diese Bahnen lassen sich nach dem Druck leicht von der Objektunterseite entfernen. Allerdings ist je nach verwendetem Verfahren des 3D-Druckers auch kein Raft nötig, da bspw. die Bodenplatte (also das Druckbett) mit Löchern versehen ist oder das Objekt auf eine erhitzte Glasplatte gedruckt wird.

Schrittmotor

Ein 3D-Drucker besitzt meist 4 Schrittmotoren. Um das Filament von der Rolle zum Extruder zu bringen, sorgt ein Schritmotor für den Antrieb. Für eine perfekte Zufuhr des Filamentes sind oft oberhalb des Extruders Umlenkrollen angebracht. Eine weitere Verwendung finden Schrittmotoren bei der Bodenplatte (Druckbett). Ist diese auch beweglich, erfolgt der Antrieb durch Schrittmotoren.

Slicing

"Durchschneiden", also das Zerteilen von 3D-Modellen in einzelne Schichten bezeichet man als Slicing. Das dient bei der Vorbereitung für den 3D-Druck.

Support-Material (Stützmaterial)

Um auf unser bereits benanntes "H" zurückzukommen, wird bspw. für das Bridging ein Stützmaterial benötigt, damit der Querbalken des Buchstabens während des Druckes nicht durchhängt. Bei 3D-Druckern mit Dual-Extrudern kommt hier der zweite Extruder zum Einsatz, welcher ein spezielles Filament als Stützmaterial enthält. Dieses wird vom Drucker unterhalb des kritischen Modellabschnitts platziert, wodurch bei unserem "H" der Querbalken nicht durchhängen kann, da er gestützt wird. Nachdem der Druck fertig und ausgehärtet ist, lässt sich das Stützmaterial einfach entfernen, teilweise reicht dazu heißes Wasser.

Stringing

Zieht ihr 3D-Drucker während des Druckes Fäden? Dann spricht man von Stringing. Die Ursache hierfür findet sich meist in einer zu hoch eingestellten Temperatur am Extruder.

STL-Format

Das STL-Format (<em>STereoLithography</em>) hat sich bisher als Quasi Standard für den 3D-Druck etabliert. Dabei handelt es sich um ein Format, welches die Oberfläche von 3D-Körpern beschreibt und sämtliche geometrische Daten dazu enthält. Mit diesem Format kann der 3D-Drucker das Modell exakt wie definiert ausdrucken.

Warping

Wenn erhitzter Kunststoff zu schnell abkühlt, hat das zur Folge, das er meistens schrumpft. Dieses Schrumpfen bezeichnet man als Wraping. Kräuseln sich nach dem Duck die Ecken des Objektes nach oben, spricht man von Curling (siehe oben). Beides hat zur Folge, das die Qualität des Druckes leidet. Um dies zu vermeiden, helfen bspw. Drucker mit beheizbarem Druckbett.

 

Sie haben einen Fachbegriff, der bisher hier nicht aufgelistet ist oder den Sie gern erklärt hätten? Wir helfen Ihnen weiter! Senden Sie uns einfach eine Email: info@3ddrucker-guenstig.de